silent inflammation

silent inflammation

Stille Entzündungen oder „silent inflammation“.

silent inflammationAkute Entzündungen kennen wir alle.
Entzündung ist ein natürlicher Prozess in unserem Körper, mit dem sich der Körper hilft, wenn er Erregern (Viren, Bakterien etc.), Giften, Verletzungen oder Ähnlichem ausgesetzt ist und unser Immunsystem aktiviert wird um die Gesundheit wiederherzustellen. Chronische (langandauernde) Verläufe entstehen, wenn akute Entzündungen nicht ausheilen können oder immer wieder neue akute Entzündungen entstehen. In dem Fall spricht der Mediziner von rezidivierenden (wiederkehrenden) oder chronisch-rezidivierenden Entzündungen. Diese beiden Arten der Entzündung spürt der Kranke bewusst als Erkrankung.

silent inflammation

Eine „stille“ Entzündung bzw. silent inflammation drückt schon im Wort aus, dass sie leise, still und meist unbemerkt verläuft und deshalb oftmals viel destruktiver/zerstörerischer auf unser System wirkt. Unterschwellige Entzündungsprozesse (silent inflammation) werden als Ursache für viele moderne Erkrankungen angesehen

wie
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • degenerative Erkrankungen des Gehirns (Alzheimer)
  • und sogar für Krebserkrankungen.

Während eine akute Entzündung biologisch sinnvoll ist und den Körper schützt, ist eine stille Entzündung meist Folge einer Überreaktion des Körpers auf unterschiedlichste Reize und Abläufe.

silent inflammationDie Zellen unseres Immunsystems haben im Entzündungsfall einen erhöhten Energie-/ Glukosebedarf. Die Versorgung des Immunsystems mit Energie hat während der Krankheit Priorität und deshalb wird die Energie anderen Körperbereichen entzogen.
Wir sind müde, wir sind schlapp und im besten Fall ruhen wir uns aus und sparen die Energie für unsere Gesundung und für unser Immunsystem.

Insulin und die Bedeutung von Insulin bei der „silent Inflammation“

Insulin ist ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Seine Hauptaufgabe ist die Regulation des Blutzuckerspiegels. Steigt der Blutzuckerspiegel an, dann registrieren das Rezeptoren und Insulin wird freigesetzt. Dieses freigesetzte Insulin hat mehrere Aufgaben

Membraneffekte
  • Beschleunigung der Blutzuckeraufnahme in den Muskel- und Fettzellen
  • Beschleunigung der Aufnahme von Aminosäuren und Kalium in Muskel- und Fettzellen
Effekte auf den Stoffwechsel
  • Speicherung der Glukose in Leber und Muskel
  • die Bildung von Triglyceriden in Leber, Muskel und Fettgewebe
  • Speicherung von Aminosäuren im Muskel
  • Hemmung der Glukoseneubildung in der Leber (Glukoneogenese)
  • Hemmung der Lipolyse (Freisetzung von Fett) – also den Abbau von Fett

Sinkt der Blutzuckerspiegel zu rasch ab, so kommt der Gegenspieler des Insulin, das Glukagon zum Einsatz und aktiviert in den Leberzellen die Glukoneogenese (Glukoseneubildung) durch Abbau des Glykogen (der Speicherform der Glukose). Über diese Mechanismen steuert der Körper den Blutzuckerspiegel, der idealerweise bei einem stoffwechselgesunden Menschen zwischen 70 – 90 mg/dl liegen sollte.

Dauerhaft hohe Insulinwerte aufgrund immer wieder stark ansteigender Blutzuckerspiegel führen zu einer Abstumpfung der Insulinrezeptoren an den Zellen, zur Insulinresistenz.

Insulin hat in physiologischer Konzentration wichtige Aufgaben im Körper zu erfüllen. Jedoch sind starke Ausschläge im Tagesverlauf und vor allem dauerhaft erhöhte Insulinwerte ein klarer Risikofaktor für die Entstehung unserer modernen Zivilisationskrankheiten.

Insulin ist ein bekannter Wachstumsfaktor und zu viel Insulin im Blut kann sich auf diverse Signalwege auswirken, die unkontrolliertes Zellwachstum begünstigen.

Hohe Insulinspiegel wirken entzündungsfördernd.
  • Dauerhaft erhöhtes Insulin fördert die Entstehung von Insulinresistenz
  • Insulinresistenz wiederum fördert die Aktivierung von Entzündungsprozessen
  • Entzündungsprozesse verstärken die Insulinresistenz

Ein Teufelskreislauf, der nur bewusst unterbrochen werden kann durch Einfluss auf den Insulinspiegel über die Ernährung und Bewegung

Cortisol und die Bedeutung von Cortisol bei der „silent Inflammation“

Autoimmunerkrankungen, silent Inflammation, Stress
Nicht nur die Ernährung mit zuviel schnell resorbierbaren Kohlenhydraten wie z.B. Zucker, Weißmehl etc. führen zu einem hohen Blutzucker- und Insulinspiegel, sondern auch anhaltender Stress und damit verbundene hohe Cortisolausschüttung erhöhen den Insulinspiegel stetig.

  • In Stresssituationen kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion
  • Cortisol ist unser Kampf- und Fluchthormon (Fight or Flight) und wird in der Nebenniere gebildet.
  • Es ist ein Gegenspieler des Insulin
  • und aktiviert katabole (abbauende) Stoffwechselvorgänge und stellt dem Körper dadurch in ausreichender Menge Glukose zur Verfügung
  • Es greift in eine Reihe anderer Stoffwechselvorgänge ein, z.B. in die Knochenbildung, sowie den Fettgewebs- und Eiweißstoffwechsel.
  • Das Hormon besitzt das Immunsystem unterdrückende Eigenschaften und wird in der Medizin häufig zur Eindämmung von Entzündungsreaktionen im Körper verwendet. Dauerhaft hohe Cortisolspiegel stören unser Immunsystem beim Entzündungsabbau.

Die Kampf- und Fluchtreaktion benötigt unmittelbar sehr viel Energie / Glukose für die Muskulatur. Das hat, um das Überleben im Notfall zu sichern, absolute Priorität.
Die Energie wird Heilungsprozessen, Stoffwechselprozessen, Verdauung etc. entzogen.
Diese, für den Kampf oder die Flucht zur Verfügung gestellte Energie wurde vom Ur-Mensch sofort abgebaut und umgesetzt in Bewegung.
Reparaturarbeiten an den Zellen, Regeneration, Verdauung und mehr wird auf die Ruhephasen nach dem Stress verschoben.
Innerhalb der Evolution waren diese Kampf- und Fluchtphasen nur kurz und wurden abgelöst durch die anschließende Regenerations- und Ruhephasen.

Was ist aber nun, wenn es nicht zum Ende der akuten Stressphase kommt?
Die Heilung stagniert und es kann zu chronischen (stillen) Entzündungsprozessen kommen.

Schwermetalle und Umweltgifte

Unsere Umwelt und die Natur sind vergiftet. silent inflammation, umweltgifte
Die Belastungen sind in der Luft, dem Wasser, den Böden und unserer Nahrung enthalten. Alles das muss unser System mittragen.

Schwermetalle, Pestizide, Fungizide, Kunststoffe, Nanopartikel u.v.m sind in gleichem Maße in unserem Körper wie in der Umwelt zu finden. Unser Körper versucht mit seinem normalen Reaktionsmuster = Entzündung gegen die Gifte anzugehen und Gesundheit wieder herzustellen.

Nicht natürliche elektromagnetische Strahlung

Wir Menschen leben in einem natürlichen elektromagnetischen Feld und erschaffen für uns unser eigenes elektromagnetisches Feld. Methoden wie das EEG (Elektroenzephalografie = Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns) und das EKG (Elektrokardiografie = Messung der elektrischen Aktivität des Herzens) machen sich das menschliche elektromagnetische Feld für die Diagnose von Erkrankungen zu Nutzen. Äußere elektromagnetische Felder haben ihre Wirkung auf uns und unser System. An die natürlichen Schwingungen der Erde und des Universums ist der Mensch und alle Lebenwesen auf diesem Planeten durch die Evolution angepasst. silent inflammation, elektromagnetische Felder
Nicht natürliche elektromagnetische Felder, die immer mehr Überhand nehmen und denen sich niemand entziehen kann, wirken ebenso auf unser Feld wie die Schwingungen der Natur.
Je stärker die Metallbelastung in unserem Körper ist umso mehr Metallteilchen können mitschwingen.
Je mehr wir von der Natur getrennt in einem künstlichen Umfeld leben, umso stärker wirken die künstlichen Felder auf uns und überlagern die natürlichen und heilenden Schwingungen unseres Körpers und der Natur.
Stille Entzündungen sind die Folge von nicht natürlichen elektromagnetischen Belastungen, mit denen der Körper versucht mit seinen Methoden klarzukommen.

Verminderte Testosteronspiegel

Da die Entzündungsbearbeitung für das System überlebenswichtig ist und einen hohen Energiebedarf hat, werden alle Systeme und Funktionen, die Energie benötigen und für das kurzfristige Überleben nicht wichtig sind, wie z.B. die Fortpflanzung auf Eis gelegt.
Da Testosteron für die Libido und Fruchtbarkeit wichtig ist und die Chancen auf Sex und Fortpflanzung erhöht, senkt das aktivierte Immunsystem den Testosteronspiegel.

Depressionsähnliches Verhalten

Um die Energie für die Muskulatur, Gehirn, Organe zu reduzieren und mit den Ressourcen sparsam umzugehen (wir erinnern daran, dass wir uns bei einer akuten Entzündung müde und schlapp fühlen und uns bestenfalls zurückziehen) führt die stille Entzündung zu neurologischen Veränderungen, die den Drang des Menschen, normale tägliche Aktivitäten zu verrichten, verringern. Das zwar normale, aber nicht direkt einer Entzündung zuzuordnende Krankheitsverhalten ähnelt einer Depression. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Probleme mit der Bewältigung des täglichen Lebens stehen im Vordergrund und werden oftmals als Burnout oder Depression missverstanden.

Silent inflammation

Bleiben stille Entzündungen unerkannt, können die genannten und noch viele andere entzündungsbedingte Störungen unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden, unser Überleben und unsere Fortpflanzung beeinträchtigen.

Deshalb hält eine normale und gesunde Entzündungsreaktion nur kurz an.

Tatsächlich hört die Entzündung in der Regel innerhalb weniger Tage oder höchstens Wochen auf, wenn der Auslöser weg ist und der Heilungsprozess stattgefunden hat.

Unser moderner Lebensstil kann zahlreiche Entzündungswege aktivieren, die zu einer minderwertigen aber chronischen und stillen Entzündung führen, welche die beschriebenen Mechanismen auslösen.

Langfristig kann dies das Risiko für das
  • metabolische Syndrom
  • Typ-II-Diabetes
  • nichtalkoholische Fettleber
  • Bluthochdruck
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Burnout
  • Depression
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • u.v.m.

stark erhöhen.

Möchten Sie Wissen, welche Maßnahmen Sie in Ihr tägliches Leben zum Schutz vor „silent inflammation“ ergreifen können und wie Sie Ihr persönliches Risiko verringer können, so nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Ich berate Sie gerne

Moderne Labordiagnostik kann sicherstellen, ob eine silent Inflammation vorliegt