Tageszeitenrhythmus

Wie sieht der, durch die Sonne geprägten Tageszeitenrhythmus im Einzelnen aus?

Tageszeitenrhythmus:

Gehen wir in unseren Beobachtungen gut 200-300 Jahre zurück, vor die Erfindung der Gaslampen oder der Glühbirnen. Es gibt kein künstliches Licht. Die Einzigen von Menschen gemachten Lichtquellen sind Kerzen und Herdfeuer. Es wird hell, wenn morgens die Sonne aufgeht und wieder dunkel, wenn die Sonne abends untergeht.
Im Sommer sind die Tage länger, die Menschen können länger aktiv sein und im Winter sind die Tage kürzer, die Menschen sind somit auch weniger lange aktiv.

Licht ist der Taktgeber für unsere innere Uhr.

Sonnenlicht und deren Frequenzen im Tagesrhythmus:

Unabhängig von der Tageslänge, verändert sich das Licht in der farblichen Zusammensetzung auch im Tagesverlauf. Allgemein hat die Sonne in ihrem Lichtspektrum alle Farben enthalten.
Je nach Tageszeit ist die Lichtbrechung jedoch eine andere und uns erreicht das volle Spektrum oder nur Teile des Spektrums.
So scheint die Sonne morgens und abends in einem flachen Winkel auf die Erde und es kommt zu langwelligem Licht. Deshalb kann morgens und/oder abends der Himmel rot leuchten.
Mittags scheint die Sonne in einem steilen Winkel auf die Erde und das Licht ist kurzwellig, der Himmel erscheint uns blau.
Jede der Sonneneinstrahlungen und Himmelsfarben entspricht elektromagnetischer Strahlung einer bestimmten Wellenlänge. Diese Wellenlängen sind also bei Blau am kürzesten (Mittagszeit) und bei Rot am längsten (Morgen und Abend).

Siehe Welt der Physik, Himmelsblau und Abendrot und Wikipedia, elektromagnetisches Spektrum

Man kann also sagen, dass der Mensch und sein biologisches System an Licht mit Blauanteilen für den Tag und das Wachsein gewohnt ist und an Licht ohne Blauanteile mit überwiegend Rotanteile für den Abend und die Vorbereitung der Nacht.

In unserem Auge gibt es in der Netzhaut das Sehpigment Melanopsin, das äußerst empfindlich auf Veränderungen der Lichtintensität reagiert und die Informationen über die Sehnerven in einen entwicklungsgeschichtlich uralten Hirn-Nervenkern weiterleitet.
Hier wird der Tagesrhythmus synchronisiert und der Grundrhythmus gesteuert.
Die Nervenimpulse dieses Hirn-Nervenkerns beeinflussen andere Hirnregionen und unsere Hirndrüsen, die Hormone ausschütten und die Hormonkaskade steuern.
Sonnenlicht ist somit unser wichtigster äußerer Taktgeber und stellt den Grundrhythmus – er schwankt zwischen 23,5 und 25 Stunden – täglich neu auf 24 Stunden ein.
Dafür brauchen wir morgens UV-Licht über unsere Augen zur Justierung.

siehe Planet Wissen, Zeitrhythmus des Menschen

Lichtfrequenzen sind der Taktgeber für unsere innere Uhr.

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