heute gelebter Rhythmus

Was ist unser heute gelebter Rhythmus?

Wie angepasst ist unser in der modernen Welt gelebter Rhythmus an die natürlichen Licht-, Nahrungs- und Temperaturrhythmen?

 

Tageszeitenrhythmus

Unsere Tageslänge und unsere täglich gelebter Rhythmus unterscheidet sich im Sommer nur sehr wenig von dem im Winter. Geprägt wird unser Tagesrhythmus von der Uhr und unserem Terminkalender. Kinder müssen in der Frühe in den Kindergarten oder in die Schule. Wir Erwachsenen gehen auf unseren Arbeitsplatz.
Die Anfangszeiten des Tages sind im Sommer wie im Winter die Gleichen.
Im Sommer verlängern wir durch Rollläden oder andere Verdunklungssysteme die Nacht und schlafen über den Sonnenaufgang hinweg, im Winter verkürzen wir mit elektrischem Licht unseren Schlaf und die Nacht und stehen vor Sonnenuntergang auf. Ebenso verlängern wir am Abend den Tag mit elektrischem Licht.
Unser gelebter Rhythmus ist abgelöst vom Licht der Sonne als Taktgeber:
Licht als Taktgeber für unsere innere Uhr ist verloren gegangen

 

Jahreszeitenrhythmus

Unser Leben und Arbeiten innerhalb der Jahreszeiten unterscheidet sich bei vielen Berufen wenig bis gar nicht. Die überwiegende Zahl der Berufe findet in geschlossenen Räumen statt und ist dort im Winter wie im Sommer gleich lang.

Das mangelnde Licht und die kälteren Temperaturen des Winters werden mit künstlichem Licht und Zentralheizung ausgeglichen. Wir sitzen das ganze Jahr in gut gedämmten, stabilen Häusern geschützt vor Wind, Wetter, Sonne und Regen bei angenehmen gleichbleibenden Temperaturen.

Unser gelebter Rhythmus ist abgelöst vom Verlauf der Jahreszeiten als Taktgeber:
Der Jahreszeitenrhythmus im Tagesverlauf ist uns verloren gegangen.


Nahrungsmittel im Jahreszeitenrhythmus

Durch den Einzug der Lebensmittelindustrie sind wir immer weniger Selbstversorger. Lebensmittel werden ausschließlich eingekauft.
Das Wissen, zu welcher Jahreszeit uns die Natur welche Lebensmittel zur Verfügung stellt, ist in der heutigen Zeit völlig verloren gegangen. Durch die Globalisierung steht uns jedes Nahrungsmittel (und ich unterscheide hier bewusst zwischen Nahrungs- und Lebensmitteln) zu jeder Zeit in uneingeschränktem Maße zur Verfügung. Nicht nur, dass wir vergessen haben, bei welchen Lebensmitteln es sich um regionale Produkte handelt und welche Lebensmittel von Natur aus hier gar nicht wachsen können.
Nein, wir haben auch vergessen, dass es im Winter von Natur aus andere Nahrung gibt als im Sommer.

Unser gelebter Rhythmus ist abgelöst vom von der Nahrung der Jahreszeiten als Taktgeber:
Nahrung als Taktgeber für unsere innere Uhr ist uns verloren gegangen.


Lichtfrequenzen und ihre Auswirkungen auf unseren Körper

Wir wissen, dass wir

Licht steht uns heute uneingeschränkt in Form von Kunstlicht ganztags zur Verfügung.
Seit 2007 ist über eine EU-Kommission ein sogenanntes Glühlampenverbot beschlossen worden und seitdem sind vor allem Energiesparlampen und LED-Lampen immer mehr in die Haushalte eingezogen. Sinn des Verbotes war Energie zu sparen. Jedoch hat man inzwischen herausgefunden, dass nicht Energie gespart wird, sondern viel mehr beleuchtet wird.
(Buchtipp „Lügendes Licht, die dunkle Seite der Energiesparlampe„)
Diese moderne Beleuchtung ist sehr blaulichthaltig. Selbst LED-Lampen mit einem sichtbaren warmem Licht, haben einen hohen Blaulichtanteil. Dieser ist von unseren Sinnesrezeptoren im Auge jedoch messbar und wird ans Hirn weitergeleitet. Dort wird dadurch die Melatoninbildung am Abend unterdrückt. Fernseher, Computerbildschirme, Tablets, Smartphones immer scheint Licht mit einem hohen Blauanteil in unser Auge und stört unsere Hormonbildung.

Unsere Nächte haben außerdem an Dunkelheit verloren. Straßenbeleuchtung, Werbebeleuchtung, Privathausbeleuchtung sind die ganze Nacht über an. Die wenigsten Schlafräume sind absolut abgedunkelt. So stört die Beleuchtung auch die Melatoninbildung in der Nacht. Von Natur aus gab es nachts nur das Mondlicht als natürliche Lichtquelle.

Die Beleuchtungsstärke wird ausgedrückt in Lux.
Zum Vergleich einige Werte:

Somit hat die Straßenbeleuchtung eine Beleuchtungsstärke die 40x so stark ist, wie die natürliche nächtliche Lichtquelle.

Dunkelheit als Taktgeber für unsere innere Uhr ist verloren gegangen.

Lichtfrequenz als Taktgeber für unsere innere Uhr ist verloren gegangen.


Erdung:

Ein weiterer, bisher von mir noch nicht angesprochener Faktor, der uns unterstützt in unserem Rhythmus, ist die Verbindung mit der Erde. Diese ist uns jedoch auch größtenteils unbemerkt abhanden gekommen.
Über die Sonne wird die Erde, entsprechend dem Tagesverlauf unterschiedlich, mit Elektronen aufgeladen. Die Ladung am Abend stellt uns z.B. auf Ruhe und auf die Nacht ein, am Tag auf Aktivität.
Diese Elektronen nutzt der Körper seit ewigen Zeiten für seine Selbstheilung.

Früher hat der Mensch unmittelbar in Erdnähe auf natürlichen Materialien geschlafen, die einen nächtlichen Elektronenaustausch zwischen uns und der Erde ermöglichten. Die Böden und Wände der Häuser waren unmittelbar mit der Erde verbunden.
Unsere Schuhe aus natürlichen Materialien, die Sohlen aus Holz oder Leder und somit waren wir ganztags über die Füße in direktem Energieaustausch mit der Erde.
Wir waren geerdet.

Heute tragen wir fast ausschließlich Schuhe mit Kunststoffsohlen. Selbst moderne Lederschuhe mit Ledersohlen haben größtenteils zusätzlich noch eine Kunststoffsohle zum Schutz unter den Schuhen. Unsere Betten sind hochgelegt, nicht selten sind unsere Holzlattenroste in Kunststoff gelagert und wir schlafen auf Schaummatratzen – wir sind im Schlaf isoliert von Mutter Erde. Selbst wenn wir barfuß in den Häusern gehen und uns auf Naturmaterialien auf unsere Böden legen, so sind die Fußböden, für den besseren Trittschall und Wärmeschutz rundum gedämmt und verhindern eine Erdung. Unsere Häuser haben rundum Feuchtesperren, die das Haus von der Erde isolieren. Wir sind bei unserem Aufenthalt in den Häusern nicht mehr geerdet, selbst wenn wir barfuß laufen.

(Buchtipp – Heilendes Erden)

Erdung als Taktgeber für unsere innere Uhr ist verloren gegangen.

weiter geht es mit der Integration der Rhythmen

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